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Wir sind die Klangschmiede. Kann man nicht erklären. Muss man hören und fühlen.




INDEPENDENT ARTIST-DUO AUS DEUTSCHLAND
International gestreamt · Ohne Label · Ohne Werbebudget
Claudia. Timo. Bergisches Land. Beide bekloppt auf dieselbe Art.
Claudia hat jahrelang im Marketing und in der IT-Unternehmensberatung gearbeitet. Immer mit den neuesten Tools. Aber eigentlich hat sie immer gelesen – Sagen, Märchen, Geschichte, Mystik. Als Kind alles, was sie kriegen konnte. Das hört nicht auf.
Timo macht seit zwanzig Jahren Pflege. Liebt den Job. Und produziert nebenbei Musik – Melodic Techno, House. Hat er schon immer gemacht.
Dann sind sie sich über den Weg gelaufen. Haben gemerkt: gleiche Frequenz. Und dann kam eins zum anderen. Kein Label. Kein Werbebudget. Kein Plan. Nur der nächste Track.
DER KREATIVE PROZESS
Whispers of Flame, ihr erstes Album, war nie geplant. Dance Like the Sun war der erste Song. Dann Step with the Faun. Dann sprudelte es. Irgendwann war klar: Das ist ein Album. So läuft das noch heute.
Alte Texte, echte Quellen. Hildebrandslied, Edda, Minnegesang, nordische Balladen. Keine Fantasy. Keine Kulisse. Die Texte existieren seit Jahrhunderten – wir geben ihnen einen neuen Klang.
Beats, Bässe, Synthesizer. Timo produziert seit Jahren. Er weiß, wie ein Track atmet. Wo er Druck braucht. Wo er Luft lässt. Das ist sein Ding.
Drehleier trifft Bassdrum. Mittelhochdeutsch trifft 4/4-Takt. Kein Mittelaltermarkt würde uns buchen. Kein Techno-Club würde uns verstehen. Und trotzdem hören uns jeden Monat über eine Million Menschen.
Kann man nicht erklären. Muss man hören.
UNSERE KLANGWELT
Angefangen hat es mit nordischer Mythologie und keltischen Jahresfesten. Dann kam Vergessene Stimmen – und mit ihm mittelhochdeutsche Minnelyrik, skandinavische Volksballaden, lateinische Klostergesänge aus dem 9. Jahrhundert, deutsche Kaisersagen. Die Klangwelt wächst. Jedes Album bringt neue Quellen, neue Sprachen, neue Jahrhunderte.
Odin, der in den Raunächten über die Welt reitet. Die Wilde Jagd, die Sturm und Visionen bringt. Jul als Fest der Prüfung – wer rein war, überstand den Winter. Diese Geschichten sind keine Märchen. Sie sind Psychologie in mythologischer Sprache, die heute genauso wahr ist wie vor tausend Jahren.
Modranicht – die Mutternacht der weiblichen Ahnengeister. Álfablót – das stille Opfer an die Elfen und Ahnen. Perchta, die Richterin der Seele. Wir arbeiten mit historischen Quellen, nicht mit Fantasy-Klischees. Was wir erzählen, hat Wurzeln.
Samhain als Tor zur dunklen Jahreszeit. Imbolc und Brigid, die das erste Licht nach dem Winter enzündet. Die keltischen Jahresfeste sind keine Dekoration – sie sind der Rhythmus, nach dem wir unsere Alben strukturieren. Frozen Flame folgt dem Zyklus vom November bis zum Februar.
Der Traumjäger steht für den Kampf zwischen Schlaflosigkeit und digitalem Lärm. Die Spiegelwanderin für Selbstkonfrontation in einer Welt aus Filtern und Fassade. Das Opferlicht für Loslassen nach Burnout oder Trauer. Wir übersetzen alte Archetypen in heutige Erfahrungen – das ist der Kern unserer Arbeit.
Wolfram von Eschenbach hat im 13. Jahrhundert Tagelieder geschrieben – Abschiedsgedichte zwischen Liebenden im Morgengrauen. Wir nehmen diese Texte und geben ihnen einen Beat. Das Mittelhochdeutsche bleibt. Die Sprache klingt fremd und vertraut zugleich.
Kråkevisa, Vem Kan Segla, Deilig Er Jorden – Lieder, die seit Jahrhunderten gesungen werden. Keine Autoren, keine Urheberrechte, nur der Text und die Melodie. Wir nehmen das Skelett und bauen drum herum.
Das Hildebrandslied wurde im 9. Jahrhundert von Mönchen in Fulda auf die leeren Seiten eines theologischen Manuskripts geschrieben – weil sie nicht wussten wohin damit. Ein Heldenlied, das eigentlich nicht überliefert werden sollte. Wir haben es gehört.
Barbarossa schläft im Kyffhäuser und wartet auf die Rückkehr Deutschlands. Er ist 1190 in einem Fluss ertrunken – auf dem Weg zum Kreuzzug, ohne würdigen Tod. Aus diesem Scheitern wurde ein Mythos. Solche Geschichten interessieren uns.
UNSER KONZEPTWERK
Frozen Flame ist kein Album im klassischen Sinne. Es ist ein Zyklus – zwölf Klangwelten, die dem Weg vom Dunkel ins Licht folgen. Von Samhain im November bis Imbolc im Februar. Jeder Track entspricht einem historischen Fest, einer mythologischen Figur und einem psychologischen Moment, den Menschen heute noch kennen.
Phase I führt in die Dunkelheit: Die Rabenkundige öffnet das Tor zur dunklen Jahreszeit. Die Flammenbraut bringt erste Wärme. Die Schneerose steht für leise Hoffnung mitten im Frost. Phase II bringt Prüfungen und Schatten: Der Nachtwolf konfrontiert mit Angst, der Schmied im Schnee mit Ausdauer, die Winterhexe mit der Weisheit des Andersseins.
Im Zentrum steht der Frostfürst – eine Manifestation des Winters als Prüfung. Nicht als Bösewicht, sondern als Richter: Wer rein ist, übersteht ihn. Wer falsch ist, zerbricht. Danach folgt die Nachtmutter, die im Dunkeln das Licht gebiert. Der Traumjäger, der hypnotisch durch die Raunächte führt. Die Spiegelwanderin, die das wahre Gesicht zeigt. Das Opferlicht, das Loslassen lehrt. Und am Ende: Die Brigidflamme – das erste Licht, das den Winter bricht.
Jeder Track kommt mit einem Booklet, das die historischen Wurzeln, die Figur und ihre psychologische Wirkung erklärt. Wer Frozen Flame hört, hört nicht nur Musik. Er begibt sich auf eine Reise durch einen Jahreskreis, der schon vor tausend Jahren Menschen durch die dunkelste Zeit geführt hat.
AKTUELLES HIGHLIGHT
Corvus Corax haben ihnen ihre Originalspuren gegeben. Klangschmiede hat daraus Ragnarök gemacht – kein Remix im klassischen Sinn, sondern ein neues Stück, das auf dem Original aufbaut. Weder Mittelalter noch Techno. Beides. Jetzt überall verfügbar.
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